Landestheater Tübingen

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Leonce und Lena

Spielzeit: 150 Minuten (Pausen: 1)

Ein Lustspiel

Clownerie, Philosophie und Satire; poetisches Welttheater und phantastisches Spektakel; derbe Komik und zarte Liebe - all das steckt in Georg Büchners Lustspiel LEONCE UND LENA. Der Müßiggänger und Melancholiker Leonce, Prinz von Popo, läuft im Angesicht der bevorstehenden Heirat mit der ihm unbekannten Lena, Prinzessin von Pipi, gemeinsam mit seinem neuen Kumpan Valerio davon. Dass er dabei geradewegs in die Arme der Prinzessin rennt, die sich ebenfalls zur Flucht vor dieser Heirat entschlossen hat, erfahren die beiden erst in der absurd-komischen Schlussszene des Stückes: ein grandioses Happy-End, das den Hofstaat als Staffage demaskiert und die Liebe als Spielball des Zufalls erscheinen lässt.
Diese vordergründig einfache Geschichte dient dem Sprachgenie Büchner als Folie für eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit der Welt, für tiefgreifende Gedanken, die hinter dem clownesken Spiel mit Sinn und Unsinn hellsichtig hervorblitzen. Hinter geschliffenen Scherzen und geistreichen Sentenzen lauert die existenzielle Frage nach der Sinnhaftigkeit des Daseins.

Georg Büchner wurde 1813 in Goddelau bei Darmstadt geboren, bereits 23 Jahre später starb er in Zürich an Typhus. Die Spuren, die sein kurzes Leben hinterlässt, sind enorm: seine revolutionär-radikale Schrift "Der hessische Landbote", die ihn ins Exil in die Schweiz zwang, die Dramen "Dantons Tod" und "Woyzeck", seine Erzählung "Lenz", mehrere Übersetzungen von Werken von Victor Hugo und eine Doktorarbeit im Fach Medizin "Über Schädelnerven". Sein politisch-kämpferisches Werk erhält durch das Lustspiel LEONCE UND LENA eine romantische Note.

Vorstellungen

Premiere:
28. November 2008

Autor

Georg Büchner

Es wirken mit:

Dramaturgie:
Christiane Neudeck

Schauspieler:
Raffaele Bonazza, Gunnar Kolb, Hildegard Maier, Silvia Pfändner, Karlheinz Schmitt, Martin Schultz-Coulon, Nastasja Cramer, Andreas Debatin

Musikalische Leitung:
Andreas Debatin

Bühne:
Malte Lübben

Inszenierung:
Stefan Rogge


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