Landestheater Tübingen

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E.T.A. Hoffmann

KLEIN ZACHES GENANNT ZINNOBER


Sommertheater in Tübingen
nach der Erzählung von E.T.A. Hoffmann

Klein Zaches, ein hässliches Wechselbalg, wurde aus Mitleid von der Fee Rosabelverde mit einem besonderen Zauber belegt: alles, was in seiner Nähe Gutes getan wird, wird nun ihm zugeschrieben. Von jetzt an sind alle, die ihn zuvor verachteten, von seiner angeblichen Schönheit angetan und halten ihn für außergewöhnlich begabt. Seine Ankunft in der Universitätsstadt Kerepes wirbelt das Reich des dort regierenden Fürsten Paphnutius kräftig durcheinander: Zaches ist auf einmal nicht mehr der bedauernswerte Zwerg, sondern nennt sich Zinnober und wird postwendend Teil des Hofes. Eigentlich hatte der Fürst gerade per Dekret die Aufklärung eingeführt, was zur Folge hat, dass keine Feen und mit ihnen gar kein Zauber mehr vorhanden sind. Umso heftiger erliegen nun der Fürst und mit ihm sein gesamter Hofstaat der Blendung. Zaches gewinnt darüber hinaus das Herz von Candida, das eigentlich Balthasar erobern will. Dieser, ganz romantischer Schwärmer und verhinderter Dichter, wird er Opfer von Zinnobers Zauber. Um sich an Zinnober zu rächen, muss sich Balthasar mit den anderen Opfern, dem Musiker Sbiocca und dem Refendarius Pulcher, verbünden und die Hilfe des Magiers Prosper Alpanus in Anspruch nehmen. Ist Zinnober vielleicht doch auch ein Zauberwesen?
 
Hoffmanns fantastisches Märchen aus dem Jahr 1819 ist zugleich groteske Abrechnung mit dem aufklärerischen Absolutheitsanspruch der Vernunft wie wunderbare Satire auf die höfische Gesellschaft.

Vorstellungen

Premiere:
16. Juli 2010

Es wirken mit:

Inszenierung:
Christina Rast

Bühne:
Franziska Rast

Dramaturgie:
Armin Breidenbach, Armin Breidenbach

Schauspieler:
Daniel Blum, Christian Dräger, Ina Fritsche, Katja Gaudard, Britta Hübel, Hildegard Maier, Nadia Migdal, Silvia Pfändner, Julienne Pfeil, Karlheinz Schmitt, Gotthard Sinn, Philip Wilhelmi

Video:
Charlotte Brandi, Matze Pröllochs, Fabian Simon

Musikalische Leitung:
Anton Berman

Regieassistenz:
Judith Böttinger, Annika Frey


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