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Harper Regan
Spielzeit: 120 Minuten
Deutsch von Barbara Christ
Zeitgenössische Dramatik
"Der Mensch ist ein bemerkenswertes Tier, Harper, finden Sie nicht?"
Wenn alles vorbei ist und Harper Regan wieder zu ihrem Mann und ihrer Tochter nach Hause zurückkehrt, waren es "nur" drei Tage in ihrem Leben. Drei Tage allerdings, die an emotionalen Umschwüngen, an existenziellen Begegnungen, an substanziellem Erleben so voll, so reich, so verdichtet sind wie sonst Jahre nicht. Ausbruch aus Job und Familie, Tod des Vaters, Abrechnung mit der Mutter, Ausleben ihrer eigenen Sehnsüchte: All das durchlebt die 40-jährige Harper - verheiratet, eine Tochter - im Zeitraffer der sich überschlagenden Gefühle und Ereignisse.
Harper will von ihrem Chef ein paar freie Tage, ihr Vater, den sie zwei Jahre nicht gesehen hat, ist sehr krank. Sie ist ein tolle Mitarbeiterin, ihr Chef schätzt sie, aber: Sie kriegt den freien Tag nicht. Sie bespricht sich mit ihrer Tochter, mit ihrem Mann. Als Alleinernährerin der Familie kann sie den Rauswurf nicht riskieren. Tut es aber doch. Sie fährt zu ihrem Vater. Ohne Mann und Tochter zu informieren. Und kommt zu spät. Der Vater ist gestorben, ohne dass sie sich von ihm verabschieden konnte, ihm sagen konnte, was er ihr bedeutet hat. Harper verbringt zwei extreme Tage in ihrer Heimatstadt Stockport, verletzt einen Mann im Pub, schläft mit jemanden, den sie sich per Internet "organisiert" hat, besucht seit langem ihre Mutter und deren neuen Mann, verliert ihren Job, zieht sich das Unverständnis ihres Mannes und ihrer Tochter zu. Und findet doch - aufrichtig, ohne Bitterkeit und mit beruhigtem Herzen - zurück in ihr Leben.
Intensiv, zutiefst menschlich, mitreißend und wahrhaftig erzählt Simon Stephens diese Geschichte. Glasklar, jedoch ohne Brutalität. Lebensbejahend, aber ohne Kitsch.
HARPER REGAN entstand als Auftragswerk für die Salzburger Festspiele 2008. Das LTT hat sich unmittelbar nach der Veröffentlichung dieses Textes zu einer Aufführung entschlossen.
Vorstellungen
Premiere:
05. März 2010
Autor
Es wirken mit:
Inszenierung:
Alexander Tull
Bühne:
Vesna Hiltmann
Kostüme:
Marion Eiselé
Dramaturgie:
Christiane Neudeck
Regieassistenz:
Marion Schneider-Bast
Schauspieler:
Felix Banholzer, Martin Maria Eschenbach, Ina Fritsche, Hildegard Maier, Nadia Migdal, Karlheinz Schmitt, Patrick Schnicke
Inspizienz:
Ermis Zilelidis
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