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Mindlfinger Goldquell oder Wir scheißen auf die Ordnung der Welt
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Happy
Spielzeit: 110 Minuten
Drei Paare, die nicht unterschiedlicher sein könnten: Dylan und Charlotte, die plötzlich zu Geld gekommen sind und bei denen sich das Leben nun um Anlagefonds, Börsengewinne und um alles dreht, was man kaufen kann. Anette und Boris, die eigentlich ganz glücklich sind, das aber irgendwie nicht richtig mitkriegen. Felix und Emilia, die gar nicht mehr zusammen sind, dann aber doch - friedlich getrennt und unter Freunden - als Pärchen auftauchen.
Sie alle folgen einer Einladung - man sollte sich doch endlich mal wiedersehen - in die schicke Wohnung von Dylan und Charlotte. Schon in der Vorbereitung der einzelnen Paare zeigt sich, wie mühsam und verlogen das geworden ist, was sich zu Recht einmal Freundschaft nannte.
Da will Boris eigentlich gar nicht mit, weil er auf Dylans Geld neidisch ist, Anette findet Charlotte ziemlich anstrengend, und Emilia gehört, seit sie alleine lebt, doch gar nicht mehr richtig dazu.
Bei den Gastgebern angekommen, fällt man sich dann schließlich um den Hals, Komplimente schwirren durch den Raum, Belanglosigkeiten fliegen munter hin und her.
Es ist wahnsinnig nett.
Da fällt es auch gar nicht auf, dass die vermeintlich selbstgebratene Ente vom China-Imbiss kommt, da lügt Emilia eine "Mir geht es nach der Trennung besonders gut"-Stimmung vor, obwohl sie in einer handfesten Depression steckt, und Anette und Boris fühlen sich einfach nur unwohl. So könnte der Abend weitergehen, würde Felix nicht ein besonders prickelndes Gesellschaftsspiel vorschlagen: Erkennen sich Liebespaare im Dunkeln? Finden sich die, die zusammengehören, wenn alle blind sind, unbekleidet und gleich riechen? Der Ausgang des Experiments ist überraschend und folgenreich für die einzelnen Paarbeziehungen.
Wie einzigartig ist man füreinander, was erwartet man vom Leben und der Liebe, und wie soll das Glück denn tatsächlich aussehen, dem man unablässig hinterjagt - Bestandsaufnahmen heutigen Lebensgefühls.
"Keiner seziert die Gefühlsk(r)ämpfe der Thirty-Something-Generation so bösartig, frech und witzig wie Doris Dörrie", schrieb die Süddeutsche Zeitung und bringt die Qualität ihrer Filme, Theaterstücke und Erzählungen auf den Punkt. Bereits mit ihren frühen Filmen "Ob's stürmt oder schneit" und "Der erste Walzer" machte Doris Dörrie in den 70er Jahren auf sich aufmerksam. Mit den Komödien "Männer" und "Ich und Er" eroberte sie dann das ganz große Kino.
Aber auch als Produzentin, Autorin und Theaterregisseurin ist Doris Dörrie erfolgreich.
Unter dem Titel "Nackt" verfilmte sie (u.a. mit Jürgen Vogel, Heike Makatsch, Benno Führmann und Nina Hoss) das Theaterstück HAPPY im Jahre 2002.
Vorstellungen
Premiere:
23. November 2007
Autor
Es wirken mit:
Regie:
Alexander Tull
Bühne:
Gitti Scherer
Kostüme:
Vesna Hiltmann
Dramaturgie:
Freya Schlingmann, Inge Zeppenfeld
Schauspieler:
Wenzel Banneyer, Katja Bramm, Christian Dräger, Ina Fritsche, Annabelle Leip, Leif Stawski
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