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Am Stadtrand
Spielzeit: 190 Minuten (Pausen: 1)
Sarafonov, älterer Musiker und alleinerziehender Vater, wohnt und arbeitet zufrieden in der russischen Provinz. Doch just zu dem Zeitpunkt, als seine Tochter Nina heiraten und somit ausziehen will, leidet sein Jüngster, Vassenka, dermaßen an seiner unerwiderten Liebe zur Nachbarin Makarskaja, dass er damit droht, von zu Hause wegzugehen. Sarafanov sieht sich schon traurig in Einsamkeit altern, als eines Abends plötzlich zwei junge Burschen in seiner Wohnung stehen: Busygin und Silva.
Die beiden haben die letzte S-Bahn verpasst und wollen sich eigentlich nur aufwärmen. Doch davon ahnen Sarafanov und seine Kinder nichts, denn aus einer Schnapsidee heraus hat sich Busygin als ältester, verloren geglaubter Sohn Sarafanovs ausgegeben und ist so ungewöhnlich herzlich in die Familie aufgenommen worden. Der Familienzuwachs führt zu unerwarteten Turbulenzen im Hause Sarafanov, ein Strudel aus Täuschung und Zuneigung katapultiert die Beteiligten in eine Achterbahnfahrt intensiver Gefühle. Zwischen Verwirrung und Herzschmerz, immer mit einem schelmischen Augenzwinkern versehen, wird die manchmal schrullig erscheinende Besonderheit menschlichen Verhaltens aufs Korn genommen. Ein humorvolles Plädoyer für Ehrlichkeit und ein Aufruf zur unbedingten Nachsicht mit menschlichen Schwächen.
Inszeniert wird AM STADTRAND, dieses Kleinod russischer Dramatik, von Sergej Pronin. Er wurde 1963 in Petrozavodsk geboren und widmete sich nach einem Studium der Geschichte skandinavischer Sprachen und des Schauspiel- und Regiestudiums am St. Peterburger Institut für Theater, Musik und Kinematografie allen Facetten des Theaters. Seit 1989 arbeitet er am Karelischen Nationaltheater in Petrozavodsk, zuerst als Schauspieler, dann als Regisseur. Mittlerweile ist er Künstlerischer Leiter des Theaters und unterrichtet an der örtlichen Schauspielschule. Für die Ausstattung dieses literarischen Meisterstücks der frühen 70er Jahre – sorgt Irina Pronina. Sie wurde 1960 in Tiflis, Georgien geboren und begann dort ihre Ausbildung an der Berufsfachschule für Theater. Währenddessen arbeitete sie am Staatstheater Tiflis in den Werkstätten. Des Weiteren studierte sie in der Bühnenbildklasse der Kunstakademie Tiflis. 1982 setzte sie ihr Studium in St. Petersburg fort und absolvierte parallel ein technisches Ingenieurstudium. 1989 zog sie mit Sergej Pronin nach Petrozavodsk und arbeitet als freie Bühnenbildnerin in Russland und international. Seit den 90ern ist sie technische Leiterin am Karelischen Nationaltheater.
Einblicke in den Verlauf des Probenprozesses und die weiteren Entwicklungen der Theaterpartnerschaft mit dem Karelischen Nationaltheater Petrozavodsk erhalten Sie auf den Seiten unseres DRUSCHBA-Blogs!
Vorstellungen
Premiere:
26. September 2009
Autor
Es wirken mit:
Dramaturgie:
Christiane Neudeck, Ralf Siebelt
Inspizienz:
Ralph Hönle
Schauspieler:
Christian Dräger, Martin Maria Eschenbach, Ina Fritsche, Theresa Langer, Martin Schultz-Coulon, Gotthard Sinn, Konstantin Frolov
Bühne:
Irina Pronina
Regieassistenz:
Nataliya Moiseyenko
Inszenierung:
Sergej Pronin
Regiehospitanz/Übersetzung:
Christian Leidig
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