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Mindlfinger Goldquell oder Wir scheißen auf die Ordnung der Welt
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Alle meine Söhne

"Vierzig Jahre steckst du in so ein Geschäft, und sie erledigen dich in fünf Minuten..."
Eigentlich geht es den Kellers gut. Dafür hat Josef Keller in jahrzehntelanger Arbeit als Fabrikdirektor gesorgt. Allerdings kann sich seine Frau Kate nicht damit abfinden, dass ihr Sohn Larry bei einem militärischen Flugeinsatz ums Leben gekommen sein soll, sie will die Hoffnung auf eine Rückkehr Larrys nicht aufgeben. Anders ihr zweiter Sohn Chris: Wäre Larry endlich für tot erklärt, könnte die Familie wieder Frieden finden. Chris liebt Larrys Verlobte Ann Deever, die - so will es Kate - ebenfalls auf Larry warten soll. Überhaupt ist die Beziehung der Kellers zu Anns Familie sehr eigenwillig: Anns Vater war seinerzeit beschuldigt worden, als Kontrolleur in Kellers Fabrik wissentlich funktionsunfähige Zylinderköpfe an die Luftwaffe geliefert zu haben. 21 junge Militärpiloten hatte es damals in den Tod gerissen. Josef Keller hatte im Prozess gegen Deever ausgesagt. Jetzt hat er jedoch vor, ihn nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis wieder in der Fabrik einzustellen. Bevor es dazu kommen kann, präsentiert Ann einen Brief von Larry ?
1947 schaffte der damals 32-jährige [a]Arthur Miller[/a] mit dem Stück [s]Alle meine Söhne[/s] seinen Durchbruch am Broadway, bevor später der "Tod eines Handlungsreisenden" zum Welterfolg wurde. Hier wie da spricht Miller in der für ihn typischen Mischung aus leiser Ironie und mitfühlendem Engagement das Thema Arbeit und Familie an: "Ein Geschäft für die Jungs", das ist Kellers oberstes Ziel. Doch wie weit geht man, wenn alles, was man sich aufgebaut hat, zerstört zu werden droht? Und wie gehen Söhne mit den Illusionen und moralischen Verfehlungen ihrer Väter um? Wie weit müssen sie sich von ihren Vätern entfernen, um den eigenen Weg gehen zu können?
Vorstellungen
Premiere:
16. Februar 2007
Autor
Es wirken mit:
Regie:
Martin Schulze
Ausstattung:
Ulrich Leitner
Dramaturgie:
Volker Schubert
Schauspieler:
Wenzel Banneyer, Ulrike Euen, Ina Fritsche, Hubert Harzer, Annabelle Leip, Hildegard Maier, Urs Rechn, Karlheinz Schmitt, Leif Stawski
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